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1.3 Internet-Dienste
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1.3.1
Einführung
Um gute Webseiten gestalten zu können, muss man die Dienste kennen, die über das Internet möglich sind. So ist es z.B. empfehlenswert, für Downloads einen FTP-Server zu verwenden. Viele Web-Autoren wissen dies aber nicht. Daher geben wir einen Überblick über WWW, FTP und einige andere. Wir werden zusätzlich dazu einige Programme vorstellen, mit denen man die entsprechenden Dienste benutzen kann.
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1.3.2
Das WWW
Das World Wide Web ist neben Email der meistgenutzte Dienst. Das WWW basiert auf dem Übertragungsprotokoll HTTP und auf der Seitenbeschreibungssprache HTML bzw. demnächst auch XHTML.
HTTP an sich ist ein recht vielseitiges Protokoll. In ihm sind Methoden definiert sowohl für Datenabruf als auch für Übermittlung größerer Datenmengen zum Server. Praktisch ist, dass sich mit HTTP nicht nur Textdateien übertragen lassen, sondern beliebige Dateien. Was da gerade gesendet wird, wird im HTTP-Header definiert. Der Dateityp text/html steht z.B. für eine HTML-Datei. Weitere enthaltene Daten: Server-Software, Server-Statuscode, Länge des Inhalts-Teils, letzte Änderung an Datei (nicht zwingend enthalten).
Der große Vorteil des WWW ist die Möglichkeit, Texte schnell und visualisiert online darzustellen. Auch aufwändige Layouts sind kein Problem - entsprechende Design-Kenntnisse vorausgesetzt.
1.3.2.1 Browser
Es gibt eine Vielzahl verschiedener Browser. Es ist unmöglich, für alle zu optimieren. Grundsätzlich lassen die Browser sich in zwei Kategorien unterteilten: Textbrowser (wie Lynx) und graphische Browser (Mosaic, Netscape, Mozilla etc.).
Wirklich wichtig sind jedoch nur wenige dieser Browser: in erster Linie natürlich die entsprechenden Modelle von Microsoft und Netscape. Von zunehmender Bedeutung sind der Mozilla, der Konqueror und der Opera. Es lohnt sich, die Browser hier einmal kurz vorzustellen.
1.3.2.1.1 Microsoft Internet Explorer
| | Die Oberfläche des IE 6.0 |
Nach dem "Sieg" im "Browser-Krieg" gegen Netscape ist der Internet Explorer Markführer. W3C-Standards werden von ihm recht gut umgesetzt, jedoch nicht perfekt. Ingesamt ist der IE ein Allround-Browser - der Anwender kommt gut mit ihm zurecht. Unschön sind jedoch die vielen bisher entdeckten Sicherheitslücken, sowohl im Browser selbst als auch im enthaltenen Mailprogramm Outlook Express: diese ermöglichten erst die Verbreitung von Würmern wie Loveletter.
1.3.2.1.2 Netscape 6.x
Der Netscape 6 basiert auf der Mozilla-Engine, ist also technisch durchaus aktuell. Es ist damit zu rechnen, dass die meisten Communicator-Anwender auf den neuen Netscape umsatteln werden.
1.3.2.1.3 Netscape 4.x/Communicator
Der Netscape Communicator ist Netscapes Auslaufmodell. Trotzdem wird er noch von vielen Surfern benutzt, was wohl auch an der mangelhaften Qualität des Netscape 6.0 liegt. Der alte Browser ist zwar recht benutzerfreundlich, aktuelle Techniken werden aber alles andere als gut unterstützt.
1.3.2.1.4 Mozilla
| | Der Mozilla zeigt gerade die Startseite des Mozilla-Projekts | Der Mozilla-Browser ist kostenlos und Open Source, was bedeutet, dass er von einer Internet-Entwicklergemeinschaft entwickelt wird, nicht von einer Firma. Der Mozilla ist inzwischen schnell, benutzerfreundlich und besser im Interpretieren von Standards als der IE. Innovative Features und "coole" Design-Anpassungen lassen vermuten, dass dieses neue Projekt den Etablierten in Zukunft einiges an Markanteilen abnehmen wird.
1.3.2.1.5 Konqueror
Entwickelt sich in die gleiche Richtung wie der Mozilla, ist ebenfalls sehr benutzerfreundlich. Im Moment hapert es aber an der Unterstützung aktueller Standards und Technologien. Da aber auch der Konqueror Open Source ist und von einer motivieren Entwicklerteam rund um die Welt weiterentwickelt wird, ist damit zu rechnen, dass auch dieser Browser hier schnell aufholen wird.
1.3.2.1.6 Opera
Der Opera-Browser ist Adware (Bannereinblendung im Browserfenster); wer das nicht mag, muss zahlen. In Sachen Geschwindigkeit, Ressourcenverbrauch und Benutzerfreundlichkeit ist der Browser spitze. Dass es mit aktuellen Technologien auch schon mal etwas hapert, fällt da nicht wirklich ins Gewicht. Auch Opera hat langfristig die Chance, den Platzhirschen Marktanteile abzunehmen.
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1.3.3
Email
Email ist enorm beliebt. Die schnelle Form des Nachrichtenaustausches ist auch für Web-Designer wunderbar geeignet.
Technisch funktioniert Email so, dass ein Email-Programm Kontakt zu einem Email-Server aufnimmt. Üblicherweise ist das ein POP3-Server für eingehende Mails und ein SMTP-Server für ausgehende Mails. Alternativ dazu gibt es auch noch das IMAP-Verfahren, bei dem die Nachrichten auf dem Server verbleiben.
Wer keinen eigenen Email-Server hat oder benutzen will, kann auch auf kostenlose Dienste zurückgreifen. Besonders Web.de Freemail und GMX bieten sich hier an.
Brauchbare Email-Programme gibt es kostenlos. Zu nennen wären da die kostenlosen Browser-Beigaben von Microsoft und Netscape, mit denen sich wunderbar arbeiten lässt. Auch der Lotus Notes Client ist kostenlos; er bietet wesentlich mehr Funktionen und ist daher besonders für Profis interessant.
| | Outlook ist einer der beliebtesten Mail-Clients | Wer sowieso Microsoft Office installiert hat, der verfügt auch über Outlook. Dieses Programm ist komfortabler und umfangreicher als Outlook Express.
Weiterhin zu nennen wären Pegasus und Eudora, beide zumindest in Lite-Versionen kostenlos.
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1.3.4
Usenet
Das Usenet bzw. die Newsgroups sind die wohl größten Diskussionsforen des Planeten. In weit über 100.000 Gruppen wird über jedes erdenkliche Thema diskutiert - von Physik bis zu Esoterik.
Wichtig für Benutzer von Newsgroups ist es, die Netiquette zu kennen. Wer sie nicht kennt, findet aktuelle Links in jeder Suchmaschine.
Zugriff bekommt man über einen Newsreader - ist z.B. oft in das Browser-Paket integriert - oder über ein Web-Interface wie die Google Groups
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1.3.5
Telnet
| | So sieht ein Telnet-Client (hier PuTTY) in Aktion aus. |
Telnet ist in erster Linie Unix-Usern bekannt. Via TCP-Verbindung loggt man sich in einen anderen Rechner ein, woraufhin einem dann lokal eine Shell - also eine textbasierte Eingabeaufforderung - zur Verfügung steht. Gerade auf Unix-Systemen lassen sich mit Hilfe von Telnet praktisch alle denkbaren Probleme und Aufgaben lösen.
Es ist ratsam, anstelle des ursprünglichen Telnet eine verschlüsselte Version wie SSH zu verwenden. Ansonsten gehen sensible Informationen wie Passwörter unverschlüsselt über das Internet, was auf jeden Fall vermieden werden sollte.
In viele Windows-Versionen ist schon ein Telnet-Client integriert, in alle Unixe sowieso. Für mehr Alternativen empfehlen wir eine Suche bei Tucows.
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1.3.6
FTP
| | Wer in WS_FTP eine Datei übertragen will, muss sie nur vom einen Verzeichnisbaum in den anderen ziehen |
FTP, das File Transfer Protocol, gehört zu den ältesten Diensten überhaupt. Wie der Name schon sagt, werden mit Hilfe des Protokolls Dateien übertragen - und zwar schnell und sicher. Moderne FTP-Server unterstützen auch Features wie die Wiederaufnahme eines Downloads nach einem Verbindungsabbruch.
Ingesamt ist es also ratsam, seinen Usern FTP-Server-Downloads anstelle von HTTP-Downloads anzubieten, wenn das möglich ist.
Zugriff auf FTP-Server bekommt man z.B. mit einem aktuellen Internet Explorer oder mit einem spezialisierten Programm. WS_FTP von Ipswitch ist recht praktisch. Für mehr Alternativen empfehlen wir eine Suche bei Tucows.
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1.3.7
Gopher
Gopher war einst als graphische Benutzerschnittstelle für das Netz geplant. Das Vorhaben scheiterte, das WWW setzte sich durch. Heutzutage hat Gopher fast keine Bedeutung mehr, es sind nur noch sehr wenige Server online. Wer sich einmal einen ansehen will, findet unter gopher://gopher.tc.umn.edu/1. einen der traditionsreichsten Gopher-Server. Zugriff bekommt man mit einem speziellen Client oder dem IE.
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