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5.2 Arbeitsmittel

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Inhaltsverzeichnis "Arbeitsmittel"

5.2.1 Einführung
5.2.2 Hardware
5.2.3 Was der Designer braucht
5.2.4 HTML-Editoren
5.2.4.1 Frontpage 2002
5.2.4.2 Adobe GoLive 4
5.2.4.3 Adobe GoLive 5
5.2.4.4 Macromedia Dreamweaver 4
5.2.4.5 HoTMetaL Pro 6
5.2.4.6 Macromedia/Allaire HomeSite 4.5
5.2.4.7 BareBones Software BBEdit
5.2.4.8 Phase 5
5.2.5 Grafikprogramme
5.2.5.1 Macromedia Flash
5.2.5.2 Adobe LiveMotion
5.2.5.3 Macromedia Fireworks
5.2.5.4 Ulead Photoimpact
5.2.5.5 Jasc Paint Shop Pro
5.2.5.6 Ulead WebRazor Pro
5.2.6 Site Management-Programme
5.2.6.1 Logfile-Analyse
5.2.6.1.1 Webtrends
5.2.6.1.2 WebSuxess 4
5.2.6.1.3 Logfile Analyse 5.6
5.2.6.2 FTP-Programme
5.2.6.2.1 IpSwitch WS_FTP 7
5.2.6.2.2 Fetch Softworks Fetch
5.2.6.2.3 Andere Programme
5.2.6.3 Promotion
5.2.6.3.1 Metty
5.2.6.3.2 IOK PromoWare 2000
5.2.7 Tools
5.2.7.1 Browser Sizer 1.5
5.2.7.2 Picture Dicer
5.2.7.3 12Ghosts Replace XP.04
5.2.7.4 CoffeeCup Image Mapper++ 3.0
5.2.7.5 Pixie 2.0
5.2.7.6 Color Selector 2
5.2.7.7 Bradsoft TopStyle Pro 2.5
5.2.7.8 CSE HTML Validator Professional 5.00
5.2.7.9 HTML TIDY
5.2.7.10 CyberSpyder Link Test 2.1.12
Partnerprogramm



5.2.1 Einführung

Ein Künstler mag noch so talentiert sein, wenn er keine Pinsel oder Arbeitswerkzeuge hat, die zu ihm passen, wird er wohl niemals ein großes Kunstwerk erschaffen können. Ähnlich verhält es sich mit dem Webdesigner: eine passende Ausstattung ist Voraussetzung für ein entspanntes und produktives Arbeiten. Wir gehen daher im Folgenden auf die technischen Bedürfnisse des Webdesigners ein, beginnen dabei mit der passenden Hardware-Ausstattung und stellen dann die populärsten Programme zur Arbeit mit HTML und Grafiken sowie andere praktische Helfer vor.
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5.2.2 Hardware

Ein Webdesigner benötigt keine exorbitante Hardware. Am Basis-Werkzeug, dem PC, sollte man jedoch nicht zu sehr sparen: benötigt wird ein möglichst aktueller Multimedia-PC. Ein schneller Hauptprozessor macht sich immer gut, und wenn Sie großflächige Grafiken bearbeiten wollen, ist auch ein großer Hauptspeicher praktisch. 256 MB dürfen es auf jeden Fall sein, 512 aber auch - wenn der Geldbeutel entsprechende Investitionen zulässt. Dass dieser PC Internet-Zugang haben muss, versteht sich von selbst. Wir können Ihnen übrigens nur raten, hier möglichst ein Breitband-Angebot einzusetzen. DSL bzw. Internet über TV-Kabel gestalten das (auch berufliche) Surfen wesentlich angenehmer.

Je nachdem, welche Art von Aufträgen Sie bearbeiten, werden auch ein Scanner und eine Digitalkamera benötigt. Hier zu sparen, lohnt sich nicht: kein Kunde ist zufrieden, wenn die eingescannten Bilder seiner Produkte im Internet matt und farblos wirken.
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5.2.3 Was der Designer braucht

Das softwareseitige Anforderungsprofil eines Webdesigners an seinen PC ist schnell umrissen: benötigt werden ein HTML-Editor, ein Programm zur Erstellung von Grafiken und diverse kleine Helferlein: z.B. auf jeden Fall ein Programm zum FTP-Upload von Webseiten.
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5.2.4 HTML-Editoren

HTML-Editoren gibt es in diversen Spielarten. Grob gruppieren lassen sich die Programme in WYSIWYG- (What You See Is What You Get) und Code-Editoren. Erstere arbeiten grafisch: so, wie die Site im Editor angezeigt wird, sollte sie auch hinterher einmal im Browser aussehen. Die Code-Editoren dagegen verzichten auf solche "Spielereien": der User bekommt direkten und ausschließlichen Zugriff auf den Code. Gute HTML-Kenntnisse werden hier vorausgesetzt, um anspruchsvolle Seiten zusammenbauen zu können.

5.2.4.1 Frontpage 2002

Frontpage 2002 in der Design-Ansicht

Frontpage, früher belächeltes Werkzeug für Web-Neulinge, hat sich zu einem ernstzunehmenden Produkt entwickelt. Der Microsoft-Editor setzt auf WYSIWYG, das Look-and-Feel ähnelt dem der anderen Office-Programme. Wer also mit Word gut zurechtkommt, wird keine Probleme haben, eine Website mit Frontpage zu erstellen.

Es ist durchaus möglich, mit Frontpage - besonders mit der Version 2002 - komplexe Layouts zu erstellen. Problematisch sind jedoch kleinere Störungen im Arbeitsfluss. So hatte Frontpage beispielsweise schon immer Probleme mit Tabellen via Cut & Paste.

Ansonsten sind die Funktionen des Programms aber gut durchdacht. Wieder einmal fällt die Ähnlichkeit zu Word auf: so gut wie alle Textfunktionen von Word sind auch in Frontpage vorhanden, realisiert mit CSS.

Usage Statistics in Frontpage 2002
Zusammen mit Frontpage wurden die Frontpage Bots eingeführt. Frontpage Bots sind kleine Programm-Stücke, mit deren Hilfe sich beispielsweise ein Counter realisieren lässt oder auch eine Emulation von SSI-Funktionen wie include. Sie setzen installierte Frontpage-Servererweiterungen voraus. Dass diese Funktionen praktisch sind, ist keine Frage, u.a. auch deshalb, weil sich alles schon offline ausprobieren lässt. Wer jedoch Wert auf offene Standards setzt, wird damit keine Freude haben. Die Page-Verwaltung im Allgemeinen ist eine der Stärken von Frontpage. Eine übersichtliche grafische Darstellung der Website ist da schon eine Selbstverständlichkeit, Version 2002 unterstützt sogar die Auswertung von Besucherstatistiken.

Negativ: um eine Website direkt aus Frontpage hochzuladen, müssen auf dem Zielserver Frontpage-Servererweiterungen installiert sein. Auf Microsoft-spezifische Erweiterungen ist Frontpage sowieso ausgerichtet - auch, was die Layout-Features des Programms betrifft.

Insgesamt hinterlässt Frontpage 2002 ein gutes Bild, erreicht jedoch nicht das Niveau von Macromedias Dreamweaver.

5.2.4.2 Adobe GoLive 4

Adobe GoLive 4 ist sowohl für Windows als auch für Mac verfügbar. Das wird alle Arbeitsgruppen freuen, die beide Betriebssysteme einsetzen.

Die Funktionen des Programms sind umfangreich. Kaum etwas, das sich mit GoLive nicht realisieren ließe. Insbesondere fällt die gute Unterstützung von DHTML und CSS positiv auf. Die Effekt-Jünger unter den Webdesignern werden an dem Programm also ihre Freude haben.

Negativer dagegen die mangelhafte Usability: viele Arbeitsschritte erscheinen unlogisch oder unnötig kompliziert. Das trifft gerade Anwender, die schon Erfahrung mit anderen Programmen haben. Hinzu kommen einige kleine Bugs, so z.B. die fehlende Möglichkeit, Tabellen direkt zentriert anzeigen zu lassen. Solche Ärgerlichkeiten umgeht man durch einen schnellen Eingriff in den Quellcode. Ob das aber dann noch dem Sinn der Sache entspricht, darf bezweifelt werden.

Unschön ist auch der Umgang mit dem HTML-Code: bestehender Code wird gnadenlos auseinandergezupft und wieder neu zusammengewürfelt, neuer Code enthält diverse, nicht Standard-konforme Tags und Attribute. Dass das auch in den Veröffentlichungs-Versionen der Website landet, ist ärgerlich. Der Einsatz eines Quellcode-Checkers ist also angeraten.

5.2.4.3 Adobe GoLive 5

Die Arbeitsfläche von Adobe GoLIve 5

Gegenüber Version 4 hat Adobe massiv nachgebessert: die Usability wurde deutlich besser, so ist jetzt z.B. auch eine vernünftige Rückgängig-Funktion enthalten.

Aktuelle Standards werden wie selbstverständlich unterstützt: dazu gehören Flash, Quicktime und die Real-Streaming-Technologie.

Verbessert wurden auch die Funktionen zur Site-Verwaltung: ähnlich wie Frontpage bietet GoLive eine Analyse des Besucherverhaltens. Mit dabei ist auch ein von Adobe zusammengestelltes Paket, das u.a. einen JavaScript-Debugger enthält. Arbeitsgruppen freuen sich über die Unterstützung des WebDAV-Protokolls. Dass dabei die Zusammenarbeit mit anderen Adbobe-Produkten exzellent ist, erfreut besonders den Photoshop-Benutzer.

5.2.4.4 Macromedia Dreamweaver 4

Die vielen Fenster des Dreamweaver4-Interfaces verwirren Anfänger und erfordern einen großen Bildschirm. Profis jedoch wird die Benutzeroberfläche voll gerecht.
Den Dreamweaver gibt es sowohl für Windows als auch für Mac, wobei sich die Bedienung des Produkts eher an Mac-Standards anlehnt. Hat man sich aber erst einmal eingearbeitet, ermöglicht der Dreamweaver ein hochproduktives Arbeiten. Durchdachte Features komplettieren den guten Eindruck von der Benutzerobenfläche: so ist z.B. die gleichzeitige Darstellung von WYSIWYG-Editiermodus und Quellcode kein Problem.

Die Features des Programms sind überzeugend: normales HTML ist kein Problem, Tabellen können bequem angelegt, verwaltet und sogar gezeichnet (!) werden. Das Programm arbeitet auf Wunsch mit Layern - die verschiedenen Elemente lassen sich dann völlig frei über den Bildschirm verschieben. Wer trotzdem Kompatibilität zu älteren Browsern wünscht, verwendet einfach den "3.0 Browser Compatible"-Befehl: der konvertiert Layer zu Tabellen und CSS zu FONT-Tags. Immer klappt das jedoch nicht, denn wenn die Layer übereinander liegen, gibt es Probleme.

Überzeugend auch die DHTML-Funktionen, deren Bedienung entfernt an Flash erinnert: auch im Dreamweaver gibt es eine Zeitleiste und die Möglichkeit, Objekte über den Bildschirm zu bewegen.

Auch im Detail überzeugt der Dreamweaver. So gibt es z.B. die Möglichkeit, Microsoft Word-erzeugten Quellcode zu optimieren.

Wem die gebotene Funktionalität noch nicht reicht, der kann sogenannte "Dreamweaver Extensions" aus dem Netz laden. Diese kleinen, (noch) kostenlosen Add-Ons erleichtern das Leben und lassen sich zudem noch bequem im Dreamweaver verwalten.

Übrigens geht der Dreamweaver sehr pfleglich mit vorhandenen Quellcodes um: wahlloses Umformatieren à la Frontpage gibt es nicht. Quellcode ist sowieso eine der Stärken des Dreamweavers: der Code-Editor ist komfortabel genug, um auch einmal größere Änderungen per Hand durchzuführen. Der erzeugte Quellcode lässt sich ziemlich genau anpassen, um allen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Wer Datenbank-basierte Websites entwickelt, sollte über die Anschaffung des Dreamweaver 4 Ultradev nachdenken. Mit diesem erweiterten Programm lassen sich Datenbank-basierte Applikationen visuell erstellen, basierend auf ASP, JSP und Cold Fusion.

Fazit: der Dreamweaver ist ein ausgereiftes und überzeugendes Produkt. Nicht zuletzt deshalb gilt er auch als der unumstrittene Marktführer.

5.2.4.5 HoTMetaL Pro 6

Der Screenshot zeigt die ungewöhnliche Vermischung von Tag- und Design-Anzeige

Der HoTMetaL gehört zu den erfolgreichsten Editoren vergangener Tage. Vergangener Tage deshalb, weil der HoTMetaL früher als einer der besten Editoren galt, heute jedoch viel von seinem Glanz verloren hat.

So sind z.B. die Layout-Funktionen nicht ausreichend: es ist nicht möglich, Objekte frei zu bewegen. Positiv ins Gewicht fällt dagegen der seltsame Anzeigemodus, der WYSIWYG mit einer Anzeige der Tags verbindet. Struktur-Fehler z.B. in Tabellen lassen sich so recht schnell finden.

Angenehm auch der riesige Berg mitgelieferten Zubehörs: so z.B. mehrere Tausend Cliparts und WS-FTP.

5.2.4.6 Macromedia/Allaire HomeSite 4.5

HomeSite 4.5 im Einsatz - gerade beim Schreiben dieses Kapitels.

HomeSite ist der Standard-Editor für Profis, die direkt am HTML-Quellcode arbeiten wollen. Die WYSIWYG-Funktionen sind mehr als mager und wurden daher auch aus Version 5 entfernt.

HomeSite unterstützt die Erstellung von HTML-Dokumenten auf vielfältige Art und Weise: Tags lassen sich über das Kontextmenü editieren, d.h. es lassen sich alle wichtigen Eigenschaften grafisch zuweisen. Praktischerweise wird auch immer mit angegeben, welche Browser das bestimmte Attribut unterstützen und welche nicht. Zusätzlich dazu gibt es viele praktische Assistenten, beispielsweise zum Erstellen einer Frames-Definition.

Auch als Texteditor an sich ist HomeSite gut geeignet: die Syntax-Hervorherbung für viele Web-Sprachen ist hervorragend. So werden HTML, Perl, ASP und viele andere automatisch erkannt, wer eine bisher noch nicht unterstützte Sprache verwendet, kann sie einfach selbst definieren. Die Suchen-und-Ersetzen-Funktionen des Programms sind durchdacht und funktionieren auch dateiübergreifend. Eine Darstellung verschiedener Quellcode-Teile zur gleichen Zeit ist möglich.

Viele kleine Features machen die Arbeit mit HomeSite produktiver: so gibt es beispielsweise die Snippets: kleine, vordefinierte Code-Stücke, die sich mit einem Mausklick einfügen lassen. Die Arbeitsoberfläche ist voll konfigurierbar, eigene Scripts für neue Funktionen werden unterstützt.

Auch Standard-Tools wie Link-Checker und Rechtschreibprüfung sind vorhanden. Letztere greift auf das MS Office-Wörterbuch zurück, funktioniert also prinzipiell auch mit deutschen Dokumenten.

Fazit: HomeSite ist ein rundum gelungener HTML-Editor. Die Version 5 bietet gegenüber 4.5 nur wenige Verbesserungen, ein Upgrade ist also nicht zwingend zu empfehlen.

5.2.4.7 BareBones Software BBEdit

Die Arbeitsfläche von BBEdit unter MacOS X

BBEdit ist ausschließlich für den Macintosh verfügbar und ein reiner Text-Editor. Die Arbeit mit Dokumenten geht schnell vonstatten, ein Aspekt, der von vielen Usern besonders geschätzt wird. Die Syntax verschiedener Programmier- und Markup-Sprachen wird direkt farblich hervorgehoben.

HTML-Erstellung wird unterstützt mit Assistenten und sonstigen kleinen Helferlein.

Fazit: was HomeSite für den Windows-Designer ist, das ist BBEdit für den Mac-Programmierer: ein durchdachter und schneller Editor.

5.2.4.8 Phase 5

Wer einen guten HTML-Code-Editor sucht, dafür aber nicht viel Geld ausgeben will, sollte sich einmal "Phase 5" ansehen. Das Programm steht zum kostenlosen Download im Internet zur Verfügung.

Phase 5 ist an HomeSite angelehnt, besonders, was das Bildschirm-Layout betrifft. Nahezu alle HTML-Befehle werden unterstützt, auch Funktionen zum dateiübergreifenden Suchen und Ersetzen gibt es.

Auf Site-Managemenent-Funktionen wurde leider verzichtet, dafür ist aber ein externer FTP-Client enthalten. Eine HTML-Syntaxprüfung ist auch enthalten, und für unerfahrene Anwender gibt es einen simplen HTML-Assistenen.
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5.2.5 Grafikprogramme

Grafikprogramme lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: es gibt einerseits die "großen" Grafikprogramme: beispielsweise Photoshop und Corel Draw. Die andere Kategorie hat sich speziell der Erstellung von Web-Seiten angenommen und ignoriert Anwendungsbereiche wie Druckvorstufe völlig.

Die großen Programme, die Alleskönner, können Sie mit gutem Gewissen für Web-Design einsetzen. Sie können davon ausgehen, dass diese Programme Ihre Ansprüche in diesem Bereich auf jeden Fall erfüllen können. Daher verzichten wir hier auf eine gesonderte Erwähnung; welches der großen Programme im Endeffekt bevorzugt wird, ist sowieso abhängig vom individuellen Geschmack.

Wir werden uns im Folgenden einige Programme, die speziell für Web-Designer entwickelt wurden, genauer ansehen. Alle von Macromedia und Adobe entwickelten Programme sind übrigens sowohl für den Macintosh als auch für Windows verfügbar.

5.2.5.1 Macromedia Flash

Flash5 mit vielen geöffneten Fenstern. Ganz oben übrigens die Zeitleiste, mit der die Animationen gesteuert werden.

Flash ist ein Programm zur Erstellung vektorbasierter Animationen. Um diese Animationen darstellen zu können, ist ein Plugin beim Surfer erforderlich. Aktuelle Statistiken belegen, dass die Verbreitung dieses Plugins bei über 90% liegt - der Einsatz von Flash ist also kein Hindernis für das Gros der Surfer.

Mit Flash sind Effekte realisierbar, von denen HTML-Puristen nur träumen können. Die freie Bewegung und Transformation von Grafikobjekten ist da nur der Anfang, auch die Einbindung von Klängen ist möglich.

Die Bedienung von Flash ist nicht ganz einfach. Den Einstieg erleichtert jedoch ein gutes Tutorial.

Fazit: Flash ist der derzeitige Standard für Animationen im Web.

5.2.5.2 Adobe LiveMotion

Adobe LiveMotion mit geöffneter Zeitleiste.

Adobe LiveMotion setzt ebenfalls auf das Flash-Format und die Erstellung verktorbasierter Animationen. Zusätzlich dazu können die Animationen aber auch im GIF- und Quicktime-Format ausgegeben werden.

Die entscheidende Frage ist hier, wodurch sich das Adobe- und das Macromedia-Produkt unterscheiden. Macromedia Flash hat den Vorteil, in Bezug auf den Flash-Standard direkt an der Quelle zu sitzen, denn Flash wird von Macromedia weiterentwickelt. Man spürt, dass Flash bereits vier Vorgängerversionen hatte - der Arbeitsfluss in Flash wirkt etwas durchgängiger als in LiveMotion.

LiveMotion dagegen punktet mit der althergebrachten Adobe-Bedienoberfläche: wer PhotoShop kennt, kommt auch mit LiveMotion sehr schnell zurecht.

5.2.5.3 Macromedia Fireworks

Macromedia Fireworks

Fireworks ist ein speziell auf die Belange von Webdesignern ausgerichtetes Programm. Konsequenterweise sind also von Webdesigner häufig benötigte Funktionen schnell und einfach zu erreichen. Dazu zählen u.a. ein "Buttonizer", Glühen, Schatten, Rollover-Effekte samt Preloading und das Auseinanderschneiden von Bildern.

Erfreulicherweise kommt Fireworks auch mit Ebenen und Photoshop-Plugins zurecht. Intern wird das PNG-Format verwendet, um Grafiken zu speichern. Wer ein anderes Format bevorzugt, wird durch zahlreiche Exportfunktionen unterstützt. GIF und JPEG werden im direkten Vergleich nebeneinander dargestellt, auch nach Flash kann exportiert werden.

Erwähnenswert ist die gute Zusammenarbeit mit dem Dreamweaver, ebenfalls aus dem Hause Macromedia stammend.

5.2.5.4 Ulead Photoimpact

Ulead PhotoImpact. Rechts: die Lichteffekt-Palette.

Photoimpact ist auf die Bedürfnisse von Hobby-Fotografen und Webdesignern zugeschnitten.

Für Webdesigner interessante Effekte sind auch hier gut und schnell zugänglich: so ist die Erstellung von Rollover-Buttons im Handumdrehen erledigt.

Besonders interessant ist die Beigabe zweier Tools: SmartSaver und Gif-Animator (siehe "Ulead WebRazor Pro").

5.2.5.5 Jasc Paint Shop Pro

Paint Shop Pro eignet sich nicht nur für Webdesigner: im Bild zu sehen die Farbkorrektur eines Fotos.

Paint Shop Pro ist der Klassiker unter den etwas billigeren Grafikprogrammen. Mittlerweile bei Version 6 angekommen, beherrscht das Programm Photoshop-Ebenentechnik und Unterstützung des PostScript-Formats. Paint Shop Pro ist also nicht nur für Webdesigner, sondern auch für ambitionierte Grafiker im Allgemeinen gut geeignet. Ergänzt werden diese grundlegenden Features durch eine große Effektsammlung, an der auch Web-Designer ihre Freude haben werden.

Zusammen mit einer intelligenten Benutzerführung, guten Export-Optionen für GIF und JPEG und dem beigelegten "Animation Shop" für GIF-Animationen macht das aus Paint Shop Pro ein interessantes Produkt.

5.2.5.6 Ulead WebRazor Pro

Der GIF-Animator von Ulead

Das WebRazor Pro-Paket enthält vier nützliche Tools für Webdesigner:

  • Der SmartSaver optimiert GIFs und JPEGS. Er beherrscht das Zerschneiden von Bildern und die Definition von Imagemaps.

  • Der GIF-Animator erstellt animierte GIF-Dateien. Vereinfacht wird das durch viele Effekt- und Übergangsfilter.

  • Der Photo Explorer verwaltet Bildersammlungen.

  • Cool 3D erstellt - auf Wunsch animierte - 3D-Logos. Das Programm unterstützt eine Vielzahl von vorgefertigten Stilen, aber auch Eigenkreationen mit z.B. eigenen Texturen sind möglich.

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5.2.6 Site Management-Programme

Wer seine Site professionell managen will, braucht professionelle Hilfe: Programme zur Auswertung von Logfiles und zum Hochladen von Dateien sind praktisch unverzichtbar, Programme, die die Site-Promotion erleichtern, sind ebenfalls praktisch.

5.2.6.1 Logfile-Analyse

Logfiles werden von fast allen Servern angelegt, wenn ein Surfer eine Datei abruft. Mit geeigneten Programmen können diese Dateien ausgewertet werden. Als Ergebnis werden dann meist übersichtliche Statistiken und Grafiken gezeigt, die es dem Webmaster erleichtern, Schwachstellen und besonders beliebte Seiten auszumachen. Eine Logfile-Analyse ist also die Basis für nahezu alle Site-Verbesserungsmaßnahmen.

Das Spektrum bei den Programmen der Logfile-Analyse ist ziemlich groß. Exemplarisch stellen wir Ihnen hier zwei bekannte, sehr leistungsfähige Programme und ein kostenloses Tool vor.

5.2.6.1.1 Webtrends

Webtrends ist der Marktführer im Bereich der Logfile-Analyse, die Features des Programms sind umfangreich und durchdacht.

Das fängt schon bei der Datenbeschaffung an: Webtrends kommt mit praktisch allen Logfile-Formaten zurecht und kann die Dateien auch direkt via FTP herunterladen.

Die Datenauswertung ist sehr flexibel: viele Parameter lassen sich hier einfach einstellen.

Auch professionellen Bedürfnissen wird Webtrends problemlos gerecht: selbst Streaming Media kann analysiert werden. Eine Zusammenarbeit mit Online-Datenbanken funktioniert auch. Besonders interessant in diesem Zusammenhang ist die Auswertung persönlicher Daten der Surfer. Auch Site-Management-Funktionen und Link-Analyse sind möglich - entsprechende finanzielle Mittel vorausgesetzt, denn um alle diese Funktionen nutzen zu können, muss man sich schon die Enterprise Edition besorgen.

5.2.6.1.2 WebSuxess 4

Das Hauptfenster von WebSuxess. Gerade zu sehen: die Suchmaschinen-Übersicht.
WebSuxess ist eines der wenigen Programme, die auch in deutscher Sprache verfügbar sind. Auch hier ist die Datenbeschaffung kein Problem: gezippte Dateien sind problemlos direkt weiterverwendbar, auch ein Download von einem FTP- oder HTTP-Server funktioniert.

Die Datenauswertung ist detailliert: es wird genau aufgeschlüsselt, wann welche Seiten besucht wurden. Übersichtlichkeit ist dabei eine der Stärken des Programms. Besonders nützlich übrigens die Suchmaschinen-Analyse und die Analyse der Besucherpfade, die in Version 4 verbessert wurde.

Wer die Auswertungen weiterverwenden will, kann die Daten exportieren - beispielsweise ins HTML-Format.

5.2.6.1.3 Logfile Analyse 5.6

Das Hauptfenster des Programms Logfile Analyse.
Jan Winkler hat mit seinem Programm "Logfile Analyse" ein praktisches Tool programmiert. Unterstützt werden die verbreitetsten Formate, u.a. das Common Logfile Format, das Extended Common Logfile Format und das Format des Microsoft IIS.

Die Auswertung der Daten ist zügig. Ausgegeben werden die Reports als HTML-Dateien in ein vorher zu spezifizierendes Verzeichnis. Die Reports selbst sind übersichtlich und recht umfangreich.

5.2.6.2 FTP-Programme

FTP ist der Standard zur Übertragung von Dateien auf einen Server. Daher ist es wichtig, dafür ein leistungsfähiges Werkzeug zu haben.

5.2.6.2.1 IpSwitch WS_FTP 7

Die modernisierte Oberfläche von WS_FTP 7 ist sehr übersichtlich.
WS_FTP ist eines der dienstältesten FTP-Programme überhaupt. Und das merkt man: die Funktionen des Programms wirken durchdacht. Man merkt, dass der FTP-Client eine lange Reihe von Verbesserungen hinter sich hat.

Der Zugriff auf einen FTP-Server sollte mit WS_FTP kein Problem sein: es gibt etliche Einstellmöglichkeiten - Inkompatibilitäten sollte es also nicht geben. Zusätzlich dazu gibt es eine Reihe von Komfort-Features, so z.B. die Umwandlung aller Dateinamen in Kleinbuchstaben.

Für viel Verwirrung sorgt oft die korrekte Wahl eines Übertragungsmodus: wer beispielsweise seine Perl-Scripts im Binär-Modus hochlädt, kann Probleme erwarten. WS_FTP unterstützt eine automatische Wahl des richtigen Modus. Die muss allerdings in den Eigenschaften eines Serverprofils manuell aktiviert werden. Zusätzlich dazu muss die Liste der automatischen Erkennung noch erweitert werden - ein ".pl" oder ".cgi" für Perl-Scripts fehlt hier.

Ist einmal die Verbindung zum Server aufgebaut, begeistert WS_FTP mit einem schnellen Arbeitsfluss: die Usability des Programms ist hervorragend. Dateien können mit Doppelklick übertragen werden, wahlweise aber auch mit Drag&Drop. Wichtige Funktionen wie chmod lassen sich via Kontextmenü auswählen. Dabei ist es kein Problem, mehrere Dateien gleichzeitig zu verarbeiten.

Wer mit großen Verzeichnissen arbeitet, wird die zahlreichen Filter- und Sortieroptionen des Programms zu schätzen wissen: wer z.B. nur PHP-Dateien sehen will, verwendet die Suchmaske "*.php" im Suchstring-Eingabefeld.

Fazit: ein wirklich überzeugendes Programm, und dabei ist der Preis noch moderat.

5.2.6.2.2 Fetch Softworks Fetch

Wer ein Programm für den Mac sucht, sollte sich Fetch ansehen: das Programm unterstützt alle wichtigen FTP-Features, die Darstellung von Verzeichnissen ist angenehm übersichtlich. Die Bedienung ist einfach und unkompliziert, auch hier ist die Verarbeitung mehrer Dateien kein Problem. Stolperstein für Windows-Anwender ist lediglich die seltsame Benennung des Binary-Modus: hier wird er als "Raw Data" bezeichnet.

5.2.6.2.3 Andere Programme

Es gibt unzählige andere Programme. Wer weder mit WS_FTP noch mit Fetch glücklich werden kann, dem sei eine Recherche unter http://www.tucows.com empfohlen. Interessant ist beispielsweise das Programm "3D FTP", das mit einer 3D-Benutzeroberfläche aufwartet.

5.2.6.3 Promotion

Wer im Internet erfolgreich sein will, muss Promotion betreiben. Wie das geht, steht im Kapitel "Site-Management: Promotion". Es gibt jedoch Programme, die diese Arbeit erleichtern können. So z.B. die Meta-Tag-Generatoren, gegen deren Einsatz nichts einzuwenden ist. Anders dagegen sieht es mit Suchmaschinen-Eintrags-Tools aus: deren Wirksamkeit ist stark umstritten.

5.2.6.3.1 Metty

Die modernisierte Oberfläche von WS_FTP 7 ist sehr übersichtlich.
Metty ist ein kostenloser Meta-Tag-Generator. Herunterladen kann man das Programm direkt von der Homepage des Autors, http://www.clickfire.com/, oder von div. Download-Seiten.

Das Programm ist einfach und übersichtlich aufgebaut. Alle wesentlichen Meta-Tags werden unterstützt. Eine pfiffige Funktion, "Import from web", erlaubt das Ansehen der Meta-Tags anderer Seiten: Indem man sich erfolgreiche Beispiele ansieht, kann man selbst noch eine Menge lernen.

5.2.6.3.2 IOK PromoWare 2000

Das Hauptfenster von PromoWare 2000
PromoWare 2000 ist ein Suchmaschinen-Eintrags-Tool der Spitzenklasse.

Wer eine Site eintragen lassen will, muss zunächst einige grundsätzliche Angaben über die Site machen. Meta-Tags werden darauf basierend automatisch erstellt. Anschließend kann die automatische Eintragung in Suchmaschinen beginnen: in der Vollversion sind das über 900, in der Shareware-Version nur 12. Suchmaschinen, bei denen ein automatischer Eintrag zu komplex wäre (beispielsweise Yahoo) werden unterstützt, indem die Eingabefelder vorbelegt werden.
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5.2.7 Tools

Es gibt viele kleine Tools, die dem Webmaster das Leben erleichtern. Einige wollen wir Ihnen hier einmal kurz vorstellen.

5.2.7.1 Browser Sizer 1.5

Das kleine Hauptfenster des Browser Sizer 1.5 ist sehr übersichtlich.

Der Browser Sizer ist ein kleines Freeware-Programm, mit dessen Hilfe man Browser-Fenster in einer ganz genau definierten Größe öffnen kann. Ohne Ihre Bildschirm-Auflösung ändern zu müssen, können Sie sich so also ansehen, wie Ihr neues Projekt unter 800x600 aussehen würde. Herunterladen kann man den Browser Sizer unter http://www.applythis.com/download/.

5.2.7.2 Picture Dicer

Mit Rechts- und Links-Klicks lassen sich die Schneide-Linien im Picture Dicer definieren.

Der Picture Dicer zerschneidet Bilder und erzeugt den zugehörigen HTML-Code, der sich dann unkompliziert mit Cut&Paste einfügen lässt. Dabei werden verschiedene Ausgabeformate unterstützt, die JPEG-Kompressionsstufe ist einstellbar.

5.2.7.3 12Ghosts Replace XP.04

12Ghosts Replace XP.04 ist ein Shareware-Programm, das dateiweites Suchen und Ersetzen ermöglicht. Dabei werden Wilcards unterstützt, beispielsweise "abc*xyz". Möglichkeiten zum Umgang mit binären und Unix-Dateien sowie ein automatisches Backup runden das Programm ab. Herunterladen kann man es von http://www.12ghosts.com/ghosts/replace.htm.

5.2.7.4 CoffeeCup Image Mapper++ 3.0

Der Image Mapper++ unterstützt den User beim Anlegen von Image Maps. Das praktische Programm unterstützt alle gängigen Dateiformate und generiert direkt HTML-Code. Eine Trial-Version kann man unter http://www.coffeecup.com/mapper/ herunterladen.

5.2.7.5 Pixie 2.0

Pixie ist ein sogenannter "Color Picker": die Farbe des Pixels, über dem der Mauszeiger gerade schwebt, wird angezeigt. Download unter http://www.nattyware.com/pixie.html.

5.2.7.6 Color Selector 2

Der Color Selector 2

Der Color Selector unterstützt den Designer beim Auswählen einer passenden Farbe: es lassen sich RGB-Werte sowohl manuell als auch grafisch unterstützt auswählen. Anschließend lassen sich die entsprechenden Codes mit Copy&Paste übernehmen. Das Programm ist Freeware und lässt sich von http://koysoftware.hypermart.net/colorselector/index.html herunterladen.

5.2.7.7 Bradsoft TopStyle Pro 2.5

TopStyle Pro 2.5

TopStyle unterstützt den Designer beim Erstellen von CSS. Das Programm ist sehr komfortabel und erlaubt eine gezielte Auswahl einzelner Tags und Elemente. Auch XML wird von dem Programm unterstützt. Eine (uneingeschränkte) Testversion lässt sich unter http://www.bradsoft.com/topstyle/download/index.asp herunterladen.

5.2.7.8 CSE HTML Validator Professional 5.00

Der HTML Validator überprüft HTML-Code auf Korrektheit. Dabei kann zwischen verschiedenen HTML-Versionen und Browsern differenziert werden. Die Meldungen sind klar gegliedert und übersichtlich. Auch XHTML und WML werden unterstützt. Eine Testversion kann man unter http://www.htmlvalidator.com/ herunterladen .

5.2.7.9 HTML TIDY

HTML TIDY korrigiert und verschönert Code. Unterstützt werden HTML, XHTML und einige andere Sprachen, u.a. PHP. Dabei ist das Spektrum von Anwendungsbereichen ziemlich groß: so werden z.B. End-Tags in falscher Reihenfolge korrigiert, es ist aber auch möglich, nur korrekt eingerückten Code zu produzieren. Die Homepage des Tools und eine Download-Möglichkeit findet man unter http://www.w3.org/People/Raggett/tidy/. Es empfiehlt sich übrigens, direkt das grafische Interface mit herunterzuladen.

5.2.7.10 CyberSpyder Link Test 2.1.12

Der CyberSpider Link Test überprüft die Links einer Site, insbesondere wird getestet, ob das Link-Ziel verfügbar ist. Am Ende der Analyse wird ein Report erstellt. Die Homepage des Programms ist unter http://www.cyberspyder.com/cslnkts1.html erreichbar.
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