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ASPs: Möglichkeiten und Risiken

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Platzhalter Momentan voll im Trend: ASP, Application Service Provider. Nicht zuletzt deswegen, weil diese Anbieter versprechen, die Kosten in Bezug auf Software beträchtlich senken zu helfen.

Terminal-Computer

Aber der Reihe nach: Application Service Provider bieten, wie der Name schon sagt, eine Applikation an. Die neue Idee dahinter ist, dass die Applikation bzw. das Programm auf dem Server des ASP ausgeführt wird, der Computer des Anwenders also sozusagen zum Terminal umfunktioniert wird.

Client-Technologie

Wie dieses Terminal genau aussieht, ist ziemli0,
ch egal. So ist z.B. auch GMX ein ASP, schließlich bietet der Dienst einen Mail-Dienst an, der (über den Browser) ferngesteuert wird.

Vorteile

Dieses Konzept bietet, sofern es denn dann auch funktioniert, viele Vorteile: anstelle eines festen Anschaffungspreises wird nur eine monatliche Miete gezahlt. Dadurch, dass der Anwendercomputer nur Terminal ist, entfallen Administrations- und Konfigurationsaufgaben für den Endanwender, der damit ohnehin oft überfordert ist. Wird z.B. ein Browser oder ein Java Applet als Client-Software verwendet, ist die Anwendung weltweit abrufbar.

Abhängigkeiten

Schade nur, dass die Idee einen Haken hat: eine Firma, die sich vollständig einem ASP anvertraut, macht sich dadurch vom ASP abhängig. Interne Strukturen, die z.B. vorher die eigenen Server betreut haben, werden abgebaut und stehen, sollte denn z.B. der ASP seinen Geschäftsbetrieb überraschend einstellen, erst einmal nicht zur Verfügung. Ganz zu schweigen von den Risiken, die eigenen Geschäftsgeheimnisse auf den Servern einer fremden Firma zu speichern.

Realisierbarkeit

Technisch lässt sich die ganze Angelegenheit übrigens recht gut realisieren, in günstigen Fällen können bis zu drei Anwender eine ISDN-Leitung nutzen. Kommt allerdings ziemlich grafikintensive Software (Photoshop, Corel Draw) ins Spiel, bietet eine einzige Leitung oft zu wenig Bandbreite für schon einen Nutzer. Beschränkt man sich dagegen auf z.B. eine Office-Software, funktioniert die Sache wieder erträglich, die Latenzzeiten fallen dann nicht mehr negativ auf.

TCO

Für ein Unternehmen, das vor der Entscheidung steht, seine Anwendungen zu einem ASP auszulagern, steht wohl in erster Linie eines im Vordergrund: die TCO, die Total Cost of Ownership. Dazu gehören z.B. Kaufpreise, Programm-Miete und auch die Programm-Administration.

Auf den ersten Blick mögen die Zahlen attraktiv erscheinen, so zahlt man z.B. bei Aspon 50 DM monatlich für ein Bundle aus "Buhl Home Office", "Wiso Börse" und "ACDSee". Hochgerechnet auf einen längeren Zeitraum ergibt das jedoch kaum eine Kostensenkung. Zwar stimmt es, dass entfallende Administrationskosten die TCO deutlich senken. Jedoch ist dies erst in größeren Unternehmen von Interesse, denn erst hier werden Administration und Konfiguration der Anwender-PCs zu bedeutenden Kostenfaktoren.

Fazit

Das Konzept, Anwendungen einfach auszulagern, ist interessant. Die technischen Voraussetzungen dafür sind erfüllt. Derzeit ist - zumindest bei Heimanwendern, Freiberuflern, SoHOs etc. - eine deutliche Senkung der TCO wohl nicht zu erwarten. Sollten die ASPs jedoch ihre Preisgestaltung überdenken, wird das Outsourcing von Applikationen vielleicht auf für diese Gruppen interessant.

Links

ASPs:
GMX
Tarantella
Asp4You

Weiterführende Informationen:
asp-information.de

Autor: Alexander Dilthey | Erstmalig veröffentlicht: 29.03.2001 | Einen Artikel schreiben?

 

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