Banner einsetzen
Gelesen bei AboutWebDesign.de
URL: http://www.aboutwebdesign.de/awd/content/979488291.shtml
Banner sind heutzutage die beliebteste Methode, Werbung im Web zu platzieren. "Werbung" umfasst hier ein weites Spektrum, von Werbung für eine neue Kaffeemaschine bis hin zu Site-Promotion mit einem Banner Exchange.
Worauf muss man achten, wenn man selbst Banner gestaltet? Und was ist überhaupt ein Banner? Diese und andere Fragen werden im nachfolgenden Artikel beantwortet.
Formate
Den Löwenanteil der Banner nehmen simple Grafikdateien (meist GIFs oder JPEGs) ein. Inzwischen etablieren sich jedoch auch Banner in alternativen Formaten, z.B. Flash. Diese Form der Bannerwerbung wird "rich media" genannt, weil ein Flash-Banner natürlich wesentlich weiter reichende Möglichkeiten bietet als eine simple Bilddatei.
Aber auch bei "rich media"-Bannern gibt es die berühmte Kehrseite der Medaille: Flash ist laut Webhits-Statistik nur auf ca. 90% der ans Netz angeschlossenen Computer installiert. 10% der Surfer sind also ohne Flash-Plugin unterwegs. Das hört sich unwichtig an, ist es aber nicht: wenn Sie z.B. mit einem Flash-Banner Werbung für Ihr Unternehmen machen wollen, verlieren Sie 10% Ihrer potentiellen Neukunden.
Der Einsatz von "rich media" will also wohlüberlegt sein!
Auch die "normalen" Banner sind zu unterteilen, und zwar nach Bildformat und Bildgröße. Bei Bannern wird oft das GIF-Format eingesetzt, weil es Animationen erlaubt und bei typischen Bannern gute Kompressionsraten erreicht. Leider besteht das "typische Banner" aber nicht aus fotorealistischen Elementen. Wenn Sie also planen, ein Foto in Ihrem Banner wirkungsvoll einzusetzen, sollten Sie besser das JPEG-Format wählen.
Bei der Größe der Bilddateien gibt es derzeit die Standardformate Full-Size (468x60) und Half-Size (234x60). Weitere Formate wie Skyscraper sind gebräuchlich, aber nicht fest definiert. Skyscraper-Banner sind z.B. oft 200 Pixel breit und 800 Pixel hoch.
Klick-Rate
Der Erfolg Ihrer Banner wird durch die Klick-Rate (auch Click-Trough-Rate genannt) definiert. Dabei handelt es sich um das Verhältnis zwischen angezeigten und angeklickten Bannern.
Zielsetzung
Das erste Ziel einer jeden Banner-Werbekampagne ist normalerweise eine möglichst hohe Klick-Rate, denn damit lockt man die meisten Besucher auf die eigenen Seiten. Auf den zweiten Blick verliert die Klick-Rate jedoch ziemlich stark an Bedeutung: wichtig ist es, Besucher auf die eigene Site zu locken, die auch ein Interesse am Seiteninhalt haben und mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederkehren. Dieser Sachverhalt muss sich auf die Gestaltung des Banners auswirken (siehe nächster Absatz)!
Gestaltung
Es gibt mehrere Methoden, Banner so zu gestalten, dass sie die Aufmerksamkeit des Besuchers erregen. Wichtig ist, die für die eigene Zielgruppe passenden Methoden auszuwählen. So würde z.B. die "Bitte hier klicken-Methode" auf einem Banner für AboutWebDesign nicht gut machen, weil wir damit irgendwelche Besucher auf unsere Seite locken würden. Stattdessen wäre es in unserem Fall besser, z.B. auf Bewegung und Informationsgehalt zu setzen, um Besucher zu gewinnen, die sich für Web-Design interessieren.
Im Folgendenn stellen wir Ihnen einige Methoden vor, die Klick-Rate zu erhöhen.
Animation
Animierte Banner führen zu einer signifikanten Steigerung der Klick-Rate. Wichtig ist, die Animation richtig einzusetzen. Wenn Ihre Botschaft, Ihre Message, die den Surfer zum Klick bewegen soll, sich mit Schneckentempo über den Bildschirm quält, bringt die Animation sicher keinen Vorteil.
"Bitte hier klicken"
Diese Methode macht sich die Unerfahrenheit einiger Nutzer zu Nutze: das Banner enthält eine Schaltfläche oder eine Listbox, die zum Klick oder zur Auswahl eines Elements auffordert. Der Nutzer denkt, das Banner wäre ein Windows-Fenster und handelt demtentsprechend.
Der Trottel-Effekt
Wenn Sie dem Surfer klarmachen wollen, dass er Ihr Produkt braucht, stellen Sie ihn als "Trottel" dar: "Was, Sie kochen Ihren Kaffee noch per Hand? Sind Sie aber altmodisch!" (nur als Beispiel). Das animiert zu einem Klick.
Der Umsonst-Effekt
Wenn Sie suggerieren, dass Sie etwas zu verschenken haben, und das durch die Schlüsselworte "Free", "Umsonst" oder "Kostenlos" signalisieren, steigen Ihre Klickraten um bis zu 30%.
Seriöse Informationen
Wenn Sie Benutzer auf Ihre Seiten locken wollen, die sich auch für Ihre Inhalte interessieren, dann sagen Sie klipp und klar, was Sache ist. Das klappt natürlich nur, wenn Sie wirklich interessante Inhalte haben und diese auch in verständliche Schlagwörter packen können.
Kombination
Natürlich lassen sich alle diese Methoden auch kombinieren. Achten Sie nur darauf, dass Sie, wenn Sie eine professionelle Zielgruppe auf Ihre Seiten locken wollen, diese Leute nicht für dumm verkaufen.