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Blinkende Logos, morphende Schriftzüge, Formular-Applikationen mit eigener Anwendungslogik - Flash ermöglicht einiges, und das manchmal sogar in Emails. Dann spricht man aber nicht mehr einfach von "Email", sondern bevorzugt den englischen Ausdruck "rich email", um anzudeuten, dass die Möglichkeiten gegenüber der einfachen Text-Email massiv erweitert wurden. Im Laufe der Zeit haben sich einige Praktiken und Techniken bewährt - andere dagegen weniger. Wir erläutern zunächst zwei Alternativen zu Email-verpacktem Flash, widmen uns danach aber dem eigentlichen Thema.
Alternativen: Animated GIF und Link Wenn es nur um einfache Animationen geht, ist Ihnen mit einem animierten GIF vielleicht besser gedient, denn die Wahrscheinlichkeit, dass dieses ohne Probleme angezeigt wird, ist im Vergleich zur Flash-Alternative wesentlich größer. Die GIF-Datei selbst kann auf Ihrem Server liegen oder auch in der Email enthalten sein - beide Optionen haben Vor- und Nachteile. Wer eine Email mit direkt eingebundener GIF-Datei erhält, ärgert sich vielleicht über die hohe Ladezeit. Dagegen werden Verweise auf externe Bilddateien von manchen Email-Clients zum Schutz vor Spam standardmäßig erst gar nicht angezeigt.
Eine andere Möglichkeit, oder, anders gesagt: eine Möglichkeit, von der Sie immer Gebrauch machen sollten, ist der einfache Link. Doch wohin bloß? Notfalls auch nur zu einer Internet-Adresse, unter der der eigentlich in der Mail enthaltene Flash-Film abzurufen ist. Damit sind Sie auf der sicheren Seite, selbst wenn der Email-Client Ihres Empfängers minimalistisch ausgestattet ist und mit Multimedia nichts anfangen kann.
Wunderbar auch eine Kombination beider Techniken: Ein animiertes GIF in der Email, das mit einem Flash-Film im WWW verlinkt ist. Marketing-Profis berichten regelmäßig über die außergewöhnlich große Erfolgsrate dieser Methode.
Verbreitung und prinzipielle Möglichkeiten Nahezu jeder Desktop-Computer, mit dem im Web gesurft wird, hat heutzutage ein installiertes Flash-Plugin. Das ist auch die Haupt-Kenngröße, mit der die Versender von Rich Email werben. Doch lassen Sie sich davon nicht zu sehr beeinflussen: ein installiertes Flash-Plugin heißt noch längst nicht, dass in Emails eingebundene Flash-Filme auch problemlos angezeigt werden.
In der Tat gibt es diverse Variablen, die Einfluss auf das Endergebnis nehmen können:
- Antivirus-Software
- Firewalls
- SPAM-Schutz
- Sicherheitseinstellungen
- Hersteller und Version des verwendeten Email-Programms
- ...
Erfahrungen aus der Praxis zeigen: kaum ein Flash-Film wird von allen verbreiteten Email-Clients korrekt und vollständig angezeigt (inklusive Web-Interfaces wie GMX). Mit einer gewissen Ausfallquote müssen Sie also rechnen. Weiterhin gilt: je komplexer, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Problemen kommt.
Firmen-Netze und andere wohldefinierte Umgebungen Eine andere Situation ist es natürlich, wenn Sie es mit Firmen-Netzen zu tun haben oder in der privilegierten Situation sind, den Empfängern Ihrer Emails eine bestimmte Software mit bestimmten Einstellungen vorzugeben. Um ausführliche Tests kommen Sie dann jedoch auch nicht herum - möglicherweise setzen Sie sonst etwas als funktionierend voraus, was gar nicht funktioniert.
Film ab Verwenden Sie keine Flash-Filme, deren Wiedergabe automatisch beginnt - hier ist nie so genau klar, zu welchem Zeitpunkt das eigentlich ist. Wenn der Surfer die Mail in der Vorschau betrachtet oder doch erst in der Vollanzeige?
Verwenden Sie daher einen "Hier klicken, um den Film zu aktivieren"-Button am Anfang Ihrer Sequenz. So entscheidet der Empfänger, wann er aufnahmebereit ist.
Alternativ-Link Wie oben schon einmal kurz erwähnt: geben Sie immer eine Alternativ-URL an, unter der der Film heruntergeladen werden kann. Platzieren Sie diese Adresse nicht in einem <noembed>-Bereich, sondern direkt unter oder über dem Film. Grund: manche Email-Programme folgen keinem klaren Muster, was die Anzeige von eingebetteten Inhalten bzw. ihrer Alternativbereiche betrifft.
Kein JavaScript Verwenden Sie keine HTML-Email in Kombination mit JavaScript, um einen eingebetteten Flash-Film zu starten. Das würde die ohnehin schon vorhandene Problemstellung nur unnötig verkomplizieren. JavaScript wird von den meisten Email-Programmen ohnehin nicht akzeptiert.
Formulare nicht in der Email platzieren Natürlich ermöglicht Flash die Erstellung besonders schöner Formulare. Die Frage ist, ob Sie diese Möglichkeiten nutzen sollten, um z.B. ein Order-Formular direkt in einer Email unterzubringen. Wir meinen: besser nicht. Surfer sind es einfach nicht gewohnt, entscheidende Daten direkt in ihrem Email-Client einzutippen oder dort gar Produkte zu kaufen. Hinzu kommt, dass die Ausführungsumgebung innerhalb eines Web-Browsers viel kalkulierbarer ist als innerhalb eines Email-Clients - flapsig formuliert: Im Browser geht es nur um die Art von Flash, die man schon seit Jahren kennt und einsetzt.
Datensammlung Wahrscheinlich möchten Sie wissen, welchen Erfolg Ihre Flash-Emailkampagne hat. Dazu haben Sie vielfältige Möglichkeiten: z.B. haben Sie im Falle eines verschickten Links natürlich die Möglichkeit, die Server-Abrufzahlen für die Flash-Datei zu überwachen. Das eventuell auch noch in Kombination mit eindeutigen Kunden-IDs, sodass Sie hinterher eine Zuordnung zwischen Email-Adresse und Abrufen herstellen können.
Leider sind solche Methoden recht grobkörnig - noch viel interessanter ist beispielsweise, an welcher Stelle Ihrer Flash-Datei ein Surfer aussteigt bzw. den "Zum Einkauf"-Button anklickt. Seit Flash MX 2004 ist es möglich, dies mit Hilfe von Datenpunkten einigermaßen genau zu überwachen.
Fazit Email in Kombination mit Flash bereichert Ihre Marketing-Möglichkeiten - doch die Existenz einer zusätzlichen Option ist nicht gleichbedeutend mit dem Einsatz dieser Option. Hier sollten Sie sorgfältig abwägen: profitieren die Inhalte, die Sie transportieren wollen, in solchem Maße von der Möglichkeit ausgefeilter Animation, dass es Nachteile wie Ladezeiten und potentielle Inkompatibilitäten aufwiegt?
Insgesamt haben sich zwei Optionen als besonders empfehlenswert herauskristallisiert: das GIF-Bild mit Link auf eine Flash-Datei im WWW und der Flash-Film, eingebettet in einer Email, der schlussendlich zu einer normalen HTML-Applikation (Warenkorbsystem, Data Aggregation) führt.
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