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Suchmaschinen-Optimierung schön und gut - aber wie funktionieren die Dinger eigentlich?
Dazu vorweg: es gibt zwischen den verschiedenen Suchmaschinen diverse Unterschiede. Viele davon kennen auch nur die verantwortlichen Programmierer. Die Antwort auf die Frage hat also einen allgemeinen Charakter.
Die Daten sammeln Damit eine Suchmaschine Suchergebnisse ausgeben kann, braucht sie einen Datenbestand, den sie durchsuchen kann.
Dieser Datenbestand wird erstellt von einem sogenannten "Spider" (oder, synonym: "Crawler", "Roboter"). Dabei handelt es sich um ein Programm, das im wahrsten Sinne des Wortes wie eine Spinne der Struktur des Netzes folgt. In etwa arbeitet es so:
Schritt 1: Erreicht der Spider also eine Seite, werden deren Inhalte verarbeitet. Worum geht es auf der Seite? Welche Wörter sind besonders wichtig? Wo befindet sich die Seite innerhalb der Hierarchie der ganzen Website? Diese Daten werden in einer Datenbank gespeichert, auf ihnen basiert die eigentliche Suche.
Schritt 2: Dann erstellt der Spider eine Liste der Links, die auf dieser Seite stehen. Auch diese Information wird in einer Datenbank gespeichert. Der Reihe nach wird der Crawler diese Liste nun abarbeiten und auf jeder gefundenen Seite wieder mit Schritt 1 beginnen.
Zusätzlich erlauben die Suchmaschinen, über Anmelde-Formulare manuell Seiten hinzuzufügen, die vom Spider bearbeitet werden sollen.
Daten analysieren Wenn der Spider seine Arbeit getan hat, müssen die gewonnenen Informationen weiterverarbeitet werden. Google beispielsweise analysiert hier die Struktur des Netzes, um zu bestimmen, wie viele Links auf eine Seite zeigen. Je mehr Links, desto besser der "Pagerank". Je besser der Pagerank, desto weiter oben wird die Seite bei den Suchergebnissen angezeigt.
Suchanfragen beantworten Nun ist die Suchmaschine bereit, auf Suchanfragen zu antworten. Basis jeder Suchanfrage sind die eingegebenen Suchbegriffe. Zur Anzeige bei den Ergebnissen kommen also nur die Seiten in die nähere Auswahl, auf denen die Suchbegriffe auch im Text vorkommen.
Schon allein die Ermittlung dieser Seiten ist eine enorme Leistung. Der danach folgende Schritt ist jedoch kaum weniger schwierig: die Suchergebnisse müssen geordnet werden, und zwar so, dass sie aus der Sicht des Benutzers sinnvoll sind. Soll heißen: die für den Surfer relevantesten Sites müssen ganz nach oben.
Das ist nicht so einfach, wie es bei oberflächlicher Betrachtung wirkt. Zunächst einmal stehen die Suchmaschinen vor dem Problem, zu interpretieren, was genau der Benutzer überhaupt will. Wenn er nach "Cola" sucht, geht es dann um die Website von der Firma Coca Cola oder hätte er lieber Informationen zu den negativen Auswirkungen des häufigen Cola-Konsums? Oder, noch komplizierter: meint eine Suche nach "Birne" die Frucht oder die Glühbirne?
Beim heutigen Stand der Technik sind diese Fragen so gut wie nicht zu beantworten. Als ob es damit nicht genug wäre, bleiben noch andere Fragen offen: wie wird z.B. ermittelt, welche von zwei Sites über Glühbirnen besser ist?
Inzwischen setzen alle großen Suchmaschinen dazu auf eine Kombination zwischen Hypertext-Analyse und Link Popularity-Ermittlung:
Hypertext-Analyse ... bedeutet, dass die Suchmaschinen versuchen, aus dem Quellcode semantische Informationen zu entnehmen. Heißt konkret: wenn nach "Birne" gesucht wird, und eine H1-Überschrift einer Seite genau "Birne" lautet, ist das besser, als wenn "Birne" nur im normalen Text vorkommt. Dem Seitentitel wird hier eine besonders hohe Relevanz beigemessen, ebenso wie den Überschriften. Selbst fetter Text wird als bedeutender eingestuft als herkömmliche Elemente.
Link Popularity ... ist gleich "Beliebtheit der Site gemessen an der auf sie gesetzten Zahl und Qualität externer Links" (mehr Informationen hier). Kurz gesagt: wer von anderen guten Sites gelinkt wird, muss selber gut sein.
Ergebnisse zusammenziehen Die Ergebnisse dieser beiden Berechnungen werden nach gut gehüteten Formeln der Suchmaschinen-Betreiber zusammengerechnet. Die Seite mit dem besten Ergebnis landet am weitesten oben - und fertig ist die Suchanfrage.
Fazit "Kenne Deinen Feind und Dich selber", das wusste schon Sun Tzu. Um an eine gute Position in den Suchergebnissen zu kommen, ist ein bisschen Background-Wissen jedenfalls sicher nicht verkehrt. Wir hoffen, dieser Artikel konnte Ihnen einiges davon vermitteln. Nutzen Sie es, und behalten Sie dabei die hohe Bedeutung der Link Popularity im Auge.
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