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Der Goldene Schnitt

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Platzhalter Bei der Erstellung eines Layouts ist man fast immer gezwungen, den Bildschirm irgendwie zu unterteilen. So z.B. das "Standard-Design", das in einen links stehenden Navigationsmenü-Bereich und einen Inhalts-Bereich unterteilt wird.

Ideales Verhältnis


An dieser Stelle kommt oft die Frage auf, in welchem Verhältnis die beiden Bereiche denn stehen sollten bzw. wie breit sie sein sollten. Die klassische Kunst kennt die Lösung: "Zwei Strecken, die im Verhältnis von 1:1,618 zueinander stehen, werden als besonders harmonisch bzw. natürlich empfunden". Dieses Verhältnis wird auch als "Goldener Schnitt" bezeichnet.

Bedeutung


Was hat es damit auf sich? Eine große Strecke - z.B. der Bildschirm - wird in zwei kleinere Teilstrecken unterteilt. Diese Strecken sollen, wie oben bereits erwähnt, im Längenverhältnis 1:1,618 stehen, denn dann ist das Verhältnis der größeren Teilstrecke zur Gesamtstrecke identisch mit dem Verhältnis der kleinen Teilstrecke zur großen.

Warum empfinden wir solche Aufteilungen als besonders harmonisch? Das ist ungeklärt. Jedoch sind auch manche Körperteile in diesem Verhältnis angeordnet, genauso, wie es zur Planung berühmter Bauwerke verwendet wurde. Beschränken wir uns also auf die Annahme, dass es funktioniert - wieso, wissen wir nicht.

Anwendung


Wie können wir den goldenen Schnitt nun auf das Webdesign übertragen? Sehen Sie sich hierzu einmal folgendes Bild an:



Eine (im Bild verkleinerte) 800 Pixel breite Strecke wird dem goldenen Schnitt entsprechend in zwei Teilstrecken aufgeteilt.

Sie könnten nun z.B. ein Raster aus vier Feldern erzeugen, indem Sie den goldenen Schnitt einmal in der Vertikalen und einmal in der Horizontalen anwenden. Diesen vier Felder können Sie anschließend mit Inhalten oder Grafiken füllen. Sie können auch diese vier Rechtecke nochmals mit dem goldenen Schnitt unterteilen, wenn Ihr Layout entsprechende Bereiche benötigt.

Die Geltung des Goldenen Schnitts vorausgesetzt, werden die Benutzer Ihre Raumaufteilung dann als harmonisch empfinden.

Längen berechnen


Bleibt die Frage nach einer simplen Formel, mit der sich der goldene Schnitt auf eine Strecke anwenden lässt. Die Länge der größeren Teilstrecke errechnet sich so: (1,618 : 2,618) * Länge_der_Gesamtstrecke. Die der kleineren dann logischerweise mit Länge_der_Gesamtstrecke - Länge_der_größeren-Teilstrecke.

Übrigens ist nicht festgesetzt, dass die größere Teilstrecke die linke oder die untere sein muss. Die Anordnung ist beliebig.

Fazit


Der goldene Schnitt wirkt - das werden Sie vermutlich schon bei sich selbst festgestellt haben. In Bezug auf Webdesign ist problematisch, dass auch die kleinere Strecke ziemlich groß wird. Einem Navigationsmenü z.B. will man aus Gründen der effizienten Platzaufteilung oft nicht solch eine Breite zugestehen. Wie das konkret bei Ihnen aussieht, können nur Sie wissen - daher: ein Versuch kann nicht schaden, denn Probieren kostet nichts.

Autor: Alexander Dilthey | Erstmalig veröffentlicht: 06.12.2002 | Einen Artikel schreiben?

 

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